Mützen-Hut

Geht es Ihnen auch so? Man fängt an, eine Mütze zu stricken und wenn sie dann endlich fertig ist, sitzt sie nicht richtig. Also wird sie wieder aufgereppel oder landet irgendwo in einer Ecke.

Diese Mützenform gefällt mir richtig gut. Sie ist eine Mischung aus Mütze und Hut. Ich liebe Hüte. Wenn immer ich einen Hut brauche, häkele, stricke oder nähe ich mir einen nach meinen Vorstellungen.

Meinen Mützenhut habe ich von unten begonnen – entweder Sie stricken ihn in Runden oder in Hin- und Rückreihen. Die Rechtsmaschen werden nach Belieben durch jeweils 2 Linksmaschen-Reihen unterbrochen für eine Struktur. Kleiner Trick – wenn Sie vor den letzten beiden Linksmaschen-Blöcken der Mütze immer nach jeder 3. Masche eine Masche aufnehmen und in der Rückreihe verschränkt abstricken, entsteht eine leichte Welle im Linksmaschenbild.

Nach den beiden vorletzten Linksmaschen-Reihen habe ich die aufgenommenen Maschen wieder zusammengestrickt. Nach den letzten beiden Linkmaschen-Rreihe am oberen Rand jedoch nicht. Das gibt der Mütze die richtige Weite oben.

Die Mützenplatte entsteht ganz einfach, indem man die Maschen auf 8 Nadeln gleichmäßig verteilt und immer am Nadelende in jeder 2. Runde zwei Maschen zusammenstrickt. Wenn die Maschenabnahmen sichtbar werden, habe ich alles wieder auf ein Rundnadel gestrickt – zum besseren anprobieren. Ganz zum Schluss kommt wieder das Nadelspiel mit 5 Nadeln ins Spiel, wie man es vom Socken stricken her kennt. Fertig ist der Mützenhut.

Verziert habe ich die Mütze mit einer abnehmbaren Häkelblume. Noch einen Vorteil bietet diese Mützenform. Durch das Rechtsstricken kann man den Mützenrand bequem auf die gewünschte Höhe aufrollen und auch einmal ganz über die Ohren ziehen, wenn es stürmt und schneit.

Materialbedarf für diese Mütze: ca. 150 g (150 M) feine Wolle, die ich doppelt verarbeitet habe. Begonnern habe ich mit 106 Maschen.

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